Dies ist nicht die offizielle Internetseite der Stadt Schwäbisch-Gmünd
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Nachgehakt

 

21.01.2018

Gut gemeint…

Sie haben es wirklich gut gemeint, die Vertreter der rotarischen Clubs mit ihrer „Holzbank für alle Bürgerinnen und Bürger auch mit Handicap.“ Das Engagement ist bemerkenswert. Doch wie sagte schon Kurt Tucholsky: „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“ 

 

Foto: Archiv

Dass der Rollstuhlfahrer 25 cm vor seinem auf der Bank sitzenden Gesprächspartner sitzt, ist da niemand aufgefallen. (siehe Bild oben)  

Denn einen Bürger oder eine Bügerin mit Handicap hatte man zu dieser Minifeierstunde genauso wenig bemüht, wie einen Vertreter oder eine Vertreterin des Amtes für Familie und Soziales, Amt 50. Wie zum Beispiel die Inklusionsbeauftragte Frau Sandra Sanwald.

Foto: Archiv

 

Statt dessen schwätzte Julius Mihm lobhudelnd „Das ist Inklusion im öffentlichen Raum.“ (Davon hat er also auch keine Ahnung) 

 

Und jetzt:

Vorsicht Satire

12.12.2017

„Es ist traurig, dass wir diese Werbung machen müssen.“

(Don Bernardo)

14.10.2017
Quelle: GT

Teilhabe im Herzen der Stadt

Betreuung Wohngemeinschaft der Lebenshilfe präsentiert neue Räume.

Anja Jantschik

Schwäbisch Gmünd. „Da kommt noch mehr Besuch“, stellte Maike erfreut fest, mit Blick auf die Besucher, die die Treppe hinaufstiegen. „Ja, heute kommen sehr viele Gäste“, gab ihr Tanja Schmid, Vorsitzende der Lebenshilfe und Mutter von Maike, nickend Recht. Es wird nicht jeden Tag so viele Besucher in den neuen Räumen der Wohngemeinschaft geben. Aber schließlich wird auch nicht jeden Tag eine Wohngruppe wie im Pfeifergässle vom Verein Lebenshilfe präsentiert.

„Man spürt sofort, alle haben hier alles richtig gemacht“, zeigte sich Landrat Klaus Pavel begeistert von der Stimmung beim Einweihungsfest der Wohngruppe. Er informierte über das neue Bundesteilhabegesetz und machte deutlich, dass es bei Weitem nicht nur um neue Behindertenwerkstätten gehe, sondern auch um Freizeitangebote und das Wohnen für Menschen mit Handicap. Der Ostalbkreis bemühe sich nach Kräften darum, als Träger der Eingliederungshilfe das Bundesgesetz umzusetzen. Pavel machte klar, dass die Lebenshilfe einen „lobenswerten und richtig guten Job macht“ und ein „starker Partner des Ostalbkreis ist. Er sandte ein Kompliment an Lebenshilfe Vorsitzende Tanja Schmid zur neuen Wohngemeinschaft.

„Das ist Inklusionsprozess im Sinne der Menschen“, gratulierte Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zum Einzug der elf Bewohner zwischen 19 und Anfang der 60er-Jahre. Doch Teilhabe ende nicht an der Haustür, sondern die Nachbarschaft und das Umfeld soll zeigen, „dass man dazugehört“. Das sei „Teilhabe in der Stadt“. Im Blick hatte er hier, ebenso wie die Vorredner, dass in nur wenigen Minuten der Markt, Eiscafés und Co. zu erreichen sind.

Architekt Christoph Preiß gratulierte er zur „Maßstäblichkeit“ bei der Sanierung der großen Räume. Er bot einen Überblick über die Sanierung und die Geschichte. Die Räume waren nach dem Bau zuerst als Hotel und später als Pflegeheim genutzt worden. „Alles wurde komplett erneuert“, so Preiß. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Jörg Sadowski, dankte dem Landkreis und der Stadt für die gute Kooperation.

Zum Abschluss gab es eine Überraschung: Die Betreiber vom „Pier 16“, der Gaststätte unter der WG, Efkan Özkan und Eugen Steinmark, werden ihre Veranstaltungserlöse jeden zweiten Monat an die Lebenshilfe spenden. Den musikalischen Beitrag spendierten Hannah Barth und Christoph Pitzal am Klavier.

24.09.2017

Paul-Collmer-Heim

Staatsanzeiger: Ausgabe 36/2017

Von: Raab-Nicolai, Ulrike 

Neubau mit 30 betreuten Wohnungen bezogen

Im und am Paul-Collmer-Heim in Stuttgart tut sich viel: Außer einem Neubau mit 30 Wohnungen für Senioren wurde auch eine Musterwohnung mit einem alltagsunterstützenden Assistenzsystem errichtet. Derzeit läuft die Generalsanierung des Haupthauses, in dem unter anderem Wohngruppen eingerichtet werden.

 

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Neubau mit 30 betreuten Wohnungen bezogen
Staatsanzeiger: Ausgabe 36/2017
Von: Raab-Nicolai, Ulrike
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Quelle: Staatsanzeiger

19.09.2017

15 Sieger als „Leuchttürme der Bürgerbeteiligung“ ausgezeichnet

Bodnegg, Esslingen, Frittlingen, Gaggenau, Grenzach-Wyhlen, Konstanz, Loffenau, Markdorf, Ostfildern, Schwäbisch Gmünd, Tübingen und Weissach im Tal. So heißen die Kommunen, aus denen die Sieger der dritten Auflage des Staatsanzeiger-Wettbewerbs „Leuchttürme der Bürgerbeteiligung“ stammen. Dazu kommen die Landkreise Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald- Baar, der Ostalbkreis und die Stadt und der Landkreis Lörrach, die sich gemeinsam bewarben. Sie wurden im Rahmen eines Festakts am Donnerstag, 14. September 2017, im Neuen Schloss in Stuttgart ausgezeichnet. Das gewonnene Preisgeld betrug insgesamt 20.000 Euro.

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15 SIEGER ALS „LEUCHTTÜRME DER BÜRGERBETEILIGUNG“ AUSGEZEICHNET
Staatsanzeiger: September 2017
15 SIEGER ALS „LEUCHTTÜRME DER BÜRGERBET[...]
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Quelle: Staatsanzeiger

Barrierefreiheit gilt für alle zu beschaffenden Leistungen

Staatsanzeiger: Ausgabe 22/2017

Von: Schroeder, Holger 

Expertenbeitrag:

„Design für alle“

Das EU-Vergaberecht fordert bei der Vergabe von öffentlichen Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträgen, beim Bestimmen des Beschaffungsbedarfs die Gesichtspunkte des „Design für alle“ einschließlich des Zugangs für Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen.

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EXPERTENBEITRAG: „DESIGN FÜR ALLE“
Barrierefreiheit gilt für alle zu beschaffenden Leistungen
Barrierefreiheit gilt für alle zu bescha[...]
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Quelle: Staatsanzeiger

Reduzieren der Arbeitszeit ist nur in Einzelfällen möglich

Staatsanzeiger: Ausgabe 22/2017

Von: Reich, Jennifer 

Schwerbehinderte Beamte

Schwerbehinderte Beamte können ihre wöchentliche Arbeitszeit nicht reduzieren, kritisiert die SPD-Fraktion. Das Innenministerium verweist auf abweichende Regeln, was Arbeitszeit und Pausen angehe. Diese würden aber nur in Einzelfällen gewährt, heißt es bei der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen. Verbunden mit Einbußen beim Gehalt.  

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Schwerbehinderte Beamte
Reduzieren der Arbeitszeit ist nur in Eintelfällem möglich
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Inklusiver Kick am 6. Mai 2017

31.05.2017

Feiern und Fußball Inklusiv

Der Europäische Gleichstellungstag ist in Schwäbisch Gmünd mittlerweile fast ein richtiger Feiertag. Dieses Jahr wurde er sogar um einen Tag verlängert: Während die Aktivisten am 5. Mai die Tradition der vergangenen Male fortsetzten, stand der 6. Mai im Zeichen etwas ganz Neuen.

Das Programm anlässlich des Aktionstages war bunt und ziemlich sportlich. Vor der jährlichen Party im Kulturzentrum Prediger machte eine Gruppe von Leuten eine Tour durch mehrere Gemeinden. In ihren Rollstühlen, versteht sich. Nach der Feier stand Fußball auf der Agenda. Aber der Reihe nach.

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Start bei REWE Özkan in der RemsGalerie - Foto: bt, Remszeitung
Quelle: Rems Zeitung, Foto: bt

Nach Lorch, Alfdorf, Spraitbach und auf den Rehnenhof, dann wieder zurück nach Gmünd – das ist schon eine heftige (Spenden-)Tour für Rollstuhlfahrer. Am Gleichstellungstag 5. Mai wurden dabei Spenden für ein Projekt der Lebenshilfe im Pfeifergässle eingesammelt.

Efkan Özkan, Chef des Rewe-​Marktes in der Ledergasse, hat das Projekt initiiert, wie er auch in der Vergangenheit immer wieder Vergleichbares angestoßen hat. Bei Bernardo Küstner Lopez, den alle Welt nur Don Bernardo nennt, und Karl-​Heinz „Charly“ Grupp rannte er offene Türen ein. Die beiden Rollstuhlfahrer sind immer wieder für öffentlichkeitswirksame Aktionen für mehr Barrierefreiheit gut –gleich zweimal sind sie beispielsweise mit dem Rollstuhl nach Öhringen gefahren. Gestern machten sie sich auf den Weg, um Spenden für eine neue Wohngruppe der Lebenshilfe im Pfeifergässle einzutreiben – aus Platzgründen zieht eine Gruppe aus der Alten Kochschule ins frühere Pflegeheim „Haus Staufen“ um, das dafür sehr aufwändig umgestaltet werden musste. Lebenshilfe-​Chef Jörg Sadowski bedankte sich ganz herzlich.Don Bernardo und Charly Grupp waren die ganze Zeit dabei; auf der ersten Etappe wurden sie von Wolfram Pape begleitet, bei dem im Jahr 2000 eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde, die den gelernten Zahntechnikermeister seit nunmehr drei Jahren an den Rollstuhl fesselt. Mit dabei war auch die 96-​jährige Maria Theuerl, die die ganzen zehn Kilometer bis zum Lorcher Rewe von ihrer Tochter Irmgard geschoben wurde. Don Bernardo ärgert sich fürchterlich, wenn er die beiden Frauen sieht. Die Krankenkasse habe vor einem Jahr eine Pflegestufe und jüngst erst Brems– und Schiebehilfe für den Rollstuhl verweigert, mit der Begründung, die nunmehr 60 Jahre alte Tochter sei noch so fit: „Die warten wohl auf einen Bandscheibenvorfall.“ Maria Theuerl ist selbst Innenstadtbewohnerin und findet das Projekt Pfeifergässle Klasse.

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Wir tun was für die Lebenshilfe e.V.
Rems zeitung 06.05.2017
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23.02.2017

Barrierefreier Einstieg auf der Remstalstrecke

 

Die Deutsche Bahn setzt im Nahverkehr auf der Remstalstrecke zwischenzeitlich nur noch Doppelstockwagen ein. Diese modernen Waggons können von Rollstuhlfahrern selbstbestimmt ohne Ein- und Ausstiegshilfe genutzt werden...

 

Schwäbisch Gmünd (sv). Bisher konnten Rollstuhlfahrer, die den Schienennahverkehr nutzen wollten, über die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn den Service des Deutschen Roten Kreuzes buchen.

Das DRK sorgte dann dafür, dass die Rollstuhlfahrer mit dem Hublift am Bahnhof in die Züge ein- oder aussteigen konnten.

Dieser Service ist nun durch den Einsatz der modernen Waggons im Nahverkehr nicht mehr notwendig.

Den Service des DRK müssen Rollstuhlfahrer nun nur noch beim Fernverkehr (Intercity) über die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn buchen. Die Intercity-Züge sind nicht ebenerdig erreichbar, so dass der Ein- und Ausstieg weiterhin nur mit Unterstützung des Hublifts möglich ist.

Es ist sehr positiv, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bezüglich Mobilität nach und nach verändern. Den Menschen mit Handicaps wird somit ein Alltag mit mehr Selbstbestimmung ermöglicht.

 

Daumen runter © kobinet/omp

 

04.11.2016

 

Nur neun RollstuhlnutzerInnen zugelassen

 

Berlin (kobinet) Seit Wochen wurde darüber spekuliert, wie bei der Anhörung zum Bundesteilhabegesetz am 7. November mit Anmeldungen von Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, umgegangen wird. Es hatte Gerüchte über Begrenzungen gegeben. Nun ist es amtlich: Dr. Sigrid Arnade wurde per Mail vom Büro des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales mitgeteilt, dass nur neun RollstuhlnutzerInnen in den Anhörungsraum dürfen. Nach dem heutigen kobinet-Bericht zur Anhörung hatten sich viele RollstuhlnutzerInnen an die kobinet-Redaktion gewandt und sich darüber geärgert, dass sie die Anhörung nur per Videoübertragung im Paul-Löbe-Haus verfolgen dürfen.

 

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17.09.2016
20 Jahre Wohnberatung
Sehr gefragte Ansprechpartner.pdf
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Nicole  Beuther (Redaktion Rems Zeitung) machte sich selbst ein Bild. Sie bewältigte, in Begleitung von Rollstuhlfahrer Charly Grupp, einen für Ungeübte mittelschweren externen Rollstuhl-Parcours.

27.08.2016
Foto: privat
Für Kronleuchter langt's ja auch
Kulturzentrum Prediger behinderten-unfreundlich
Für Kronleuchter langts ja auch.pdf
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Charly Grupp, Inclusionsbeirat - Foto: BG

06.07.2016

 

Freizeitfahrzeuge

Schnelle Elektrofahrräder, Elektroroller und ähnliches…

Freizeitfahrzeuge, wie schnelle Elektrofahrräder, Elektroroller und ähnliches. Also vielleicht auch Rollstühle? Wobei es uns ausdrücklich nicht um Geschwindigkeit, sondern um „Strecke“, also um längere Laufzeiten geht. Wir wollen mit einer Akku-Ladung deutlich mehr Kilometer fahren können.

 

Dass im Spanischen Soria seit etwa acht Jahren Rollstühle mit Wasserstoffantrieb (auf der Basis des Meyra Optimus 2 Rollstuhlsgebaut und betrieben werden ist seit langem bekannt. Und von der Reichweite mit einer Wasserstoffkartusche, können wir Gel-Akku-Fahrer nur träumen. (Eine Gel-Batterie ist eine spezielle Bauform des Blei-Akkumulators).

 

Die Prototypen wurden im Rahmen des europäischen Projekts “Hychain Minitrans” hergestellt. Das Projekt startete in 2006 und wurde 2011 beendet. (Leider hat sich außer Nordrhein-Westfalen kein weiteres Bundesland an diesem Projekt beteiligt.)

 

Methanol statt Wasserstoff erscheint uns als Alternative zunächst  überzeugend. Zumal man – ebenfalls auf der Basis des Meyra Optimus 2), mit einem Liter Methanol 200 km fahren kann. Wir wissen von Versuchen, konnten jedoch bisher keinen Prototyp zum Test auftreiben.

 

Also suchten wir weiter nach Alternativen zu unseren Gel-Akkus und wurden in unserer schönen Stadt fündig. 

 

Energy Tube, eine Gmünder Entwicklung. Und – es wird bereits bei Hilfsantrieben bei Greifreifen-Rollstühlen und Schiebehilfen für Greifreifen-Rollstühle eingesetzt.

 

Ein überzeugendes Konzept, das ebenfalls auf der Basis des Meyra Optimus 2 umgesetzt werden kann.

Doch leider für uns nicht realisierbar, da der Umbau unter 4.500,--€ - 5.500,--€  pro Rollstuhl nicht zu haben sein wird.

 

Uns ist bekannt, dass  Meyra und Energy Tube im Gespräch über diesen „alternativen“ E-Antrieb sind.

 

Also abwarten und weiter rollen.

Quelle: aerzteblatt.de

 

Studie:

 

Barrierefreiheit in Arztpraxen oft unzureichend

 

Dienstag, 24. Mai 2016

 

Hamburg – Viele Arztpraxen in Deutschland sind für Menschen mit Behinderungen weiter­hin schwer zugänglich. Die Erreichbarkeit der ärztlichen Versorgung sei „noch immer unzureichend“. Dieses Fazit zog Stefanie Woerns, Vorstand der Stiftung Gesundheit, aus einer aktuellen Studie.

Danach verfügt etwa ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland über wenigstens eine Vorkehrung der Barrierefreiheit. Die häufigste ist der stufenfreie Zugang. Viele Praxen sind außerdem rollstuhlgerecht, bieten einen Aufzug oder Behindertenparkplätze. Erst auf Platz neun stehen Orientierungshilfen für Sehbehinderte, die 4.820 deutsche Ärzte bieten.

Für die Analyse hat die Stiftung Gesundheit die Angaben von ambulant tätigen Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten sowie den medizinischen Versorgungszentren in Deutschland ausgewertet.

 

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0 7. Juni 2016

Quelle: Rems Zeitung, 20.05.2016
Wolfgang Hecke
Ein Appel auch an die Öffentlichkeit.pdf
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12..06.2016
06.05.2016

 

Unterschiedlichste Anliegen:

 

Aktion zum Gleichstellungstag im Prediger:

 

„Wenn Du denkst ich sei behindert, denk lieber richtig nach“ dieses Zitat aus einem Tiramisu-​Lied, also einem Lied des Schulchors der Klosterbergschule, zeigt, wie sich Menschen mit und ohne Behinderung ein Zusammenleben wünschen. Beim Gleichstellungstag im Prediger wurde eben dies deutlich — was Menschen mit Behinderung leisten wollen.

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01.03.2016
01.03.2016
19.02.2016
Quelle: Rems Zeitung
Verblüffend einfach: Mobile Rampe
Verblüffend einfach....pdf
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© Don Bernardo

Erklärung von Barcelona

Die Stadt und die Menschen mit Behinderung 

"Aktionsplan Inklusion GD"

 

Hier als PDF 

Aktionsplan Inklusion GD Leichte Sprache
Aktionsplan_Leichte_Sprache_Februar_2016[...]
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Aktionsplan Inklusion GD Zusammenfassung – synoptische Darstellung
Aktionsplan_Inklusion_Zusammenfassung_fu[...]
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Foto: privat

09.09.2014

Wird ein Zebrastreifen zum Streitobjekt?

Pünktlich zur Landesgartenschau war es endlich soweit. Der Zebrastreifen in der Ledergasse, den die IG-Ledergasse - gegen den ausdrücklichen Willen des Baudezernenten Julius Mihm - durchgesetzt hatte, konnte dem Fußgängerverkehr übergeben werden. Mitglieder der IG Ledergasse standen Spalier für die ersten Rollator-Fahrerinnen, sie Bild links.

Mitte des Jahres wurden dann, wie bereits vor zwei Jahren gefordert, die Bordsteinkannten auf "Null" abgesenkt („Nullabsenkung“).

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"Keine Frage - Da müssen wir etwas ändern"
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Der Autor hat unmittelbar nach der erfogten „Nullabsenkung“ die befassten Stellen der Stadtverwaltung auf die Problematik stark sehbehinderter und Blinder Menschen  hingewiesen und einen  Auffindestreifen  angeregt.

Inzwischen scheint der Zebrastreifen jedoch zum beispiellosen Streitobjekt zu werden.

 

  • Grundsätzliche Überlegungen

    Dass Rollstuhl- und Rollator-Benutzer am  eine möglichst niedrige Bordsteinkante benötigen, ist leicht nachvollziehbar und allgemein bekannt. Wenig bekannt dagegen ist noch immer, dass blinde Menschen eine Bordsteinkante benötigen. Dies hat zwei Gründe, die getrennt betrachtet werden müssen:

  • < > Wird die „Grenzlinie Bordstein“ von einem blinden Menschen nicht erkannt und bewegt er sich auf der Straße in der Meinung, noch im geschützten Gehwegbereich zu sein, stellt dies höchste Unfallgefahr dar.< > Für sehende Menschen ist es schwer vorstellbar, wie enorm schwierig es für blinde Menschen sein kann, ein Straßenstück so zu überqueren, dass sie am gewünschten Zielpunkt ankommen. Es gibt vor allem zwei Möglichkeiten, die richtige Überquerungsrichtung zu finden, nämlich die Orientierung an den Geräuschen des vorbeifließenden Verkehrs und die Orientierung an der Bordsteinkante. Ersteres funktioniert jedoch nur in besonders gelagerten Fällen – wenn z. B. eine Nebenstraße überquert werden muss, an der ein Hauptverkehr vorbeiflutet, jedoch praktisch nie, wenn eine Hauptstraße überquert wird. Im Bereich eines Kreisverkehrs schließlich ist die Geräuschsituation so diffus, dass eine akustische Orientierung ausgeschlossen ist.

    Trifft etwa auf einer Kreuzung ein blinder Fußgänger nicht genau die Überquerungsrichtung, kann es passieren, dass er die gegenüberliegende Gehwegecke verpasst und auf der Straße umherirrt, was wiederum höchste Unfallgefahr bedeutet.
     

     

  • Unterschiede in der Orientierungsfähigkeit blinder Menschen

    Es ist bekannt, dass die Orientierungsfähigkeit sehender Menschen unterschiedlich gut ausgeprägt ist. Bei blinden Menschen sind die Unterschiede noch extremer.

    Es muss das Spektrum unterschiedlicher Orientierungsfähigkeiten berücksichtigt werden. Ziel der Bemühungen muss es sein, Lösungen zu finden, welche möglichst vielen blinden und sehbehinderten Personen die gefahrlose Nutzung des Straßen- und Verkehrsraumes ermöglichen.

     

  • Bodenindikatoren statt Bordsteinkante?

    Wenn heute „Nullabsenkungen“ gebaut werden, so ist das eine vortreffliche Lösung für den sogenannten „rollenden Fußgänger Verkehr“ ( Kinderwagen, Rollator-  Rollstuhl-  und Scooter- Benutzer.

    Stark sehbehinderte und blinde Menschen haben hier allerdings erhebliche Schwierigkeiten die Situation an diesen Straßenquerungen  alleine bewältigen.

     

    Von einer sicheren Straßenüberquerung kann keinesfalls die Rede sein.

     

    Eine Alternative sind  „Bodenindikatoren“,  jene Strukturen von zwei bis fünf Millimeter Niveauunterschied, die als vertiefte Rillen oder erhabene Rippen bzw. Noppen gestaltet sind. Sie sollten die verloren gegangene Orientierungsmöglichkeit ersetzen und diese – so die landläufige Meinung – möglichst noch verbessern, denn schließlich handelt es sich ja um ganz speziell für blinde Menschen konzipierte Hilfsmittel.

     

     

    Doch Bodenindikatoren können stets nur ein zusätzliches Hilfsmittel zur Orientierung sein. Zudem genügen geringe Mengen von Schnee, Splitt, Sand oder Herbstlaub, um jene wenigen Millimeter Struktur verschwinden zu lassen, während eine genügend hohe Bordsteinkante mit Hilfe des Blindenstocks noch in relativ extremen Wetter- und Verschmutzungssituationen ertastet werden kann und damit für blinde Menschen erkennbar bleibt.

     

     

 

links: Julius Mihm, rechts: Jupp Jünger

 

 

Unsere kleine Serie:

 Die Zwei von der Baustelle

   Garantiert immer wieder neu.

Pünktlich zur Landesgartenschau neue Verkehrszeichen...



Montage: Paule Paulé (Büro Palermo)

 

 

11.04.2013 

...wegge Kinderwagen, Rollator und Co.?

 

Kinderwagen

 

Anzahl der lebendGeburten in Deutschland

von

2009 bis 2011 

(Davon werden die meisten Kinder in Deutschland im früheren Bundesgebiet geboren. Aus den neuen Ländern kommt derzeit etwa jedes siebte Neugeborene (15 %).

 

 

Rollator

 

Seit 35 Jahren gibt es ihn – den Rollator. Anfangs hässlich, schwer und nicht zu knapp verspottet, bahnte sich das Gehwägelchen den Weg in unsere zunehmend alternde Gesellschaft.

Mehrere Millionen Exemplare rollen heute allein in Deutschland, jährlich kommen 500.000 hinzu.    

 

Es sind also im grob geschätzten Mittel circa 1,5 bis 2 Millionen Kinderwagen und Rollatoren auf Deutschlands Gehwegen unterwegs. Dann kommen noch etwa 1Millionen Rollstühle dazu – da ist schon was los auf Deutschen Gehwegen. 

Ob nun Baudezernent, Tiefbauamt, Landesgartenschau GmbH oder A24, bei wem sind diese Zahlen, oder besser gesagt ist diese Problematik nicht angekommen? 

Man muss vermuten:

Nirgendwo in unserer schönen Stadt incl. A24

 

Denn wie sonst kann man ohne Not Gehwege von 1,50 m Breite (incl. 30 cm Sicherheitsabstand) bauen? Zwei Kinderwagen dürfen sich da nicht begegnen... 

In welcher Breite Gehwege jeweils her gestellt werden, kann die Gemeinde als Träger der Straßenbaulast bei Festlegung des individuellen Ausbauprogramms für die jeweilige Straße weitestgehend selbst entscheiden.

Jedoch ist bei der Ermittlung der funktionsgerechten Breite eines Gehweges zu beachten, dass Gehwege, die unmittelbar an Fahrbahnen angrenzen, eine Fläche benötigen, die sich aus zwei Komponenten zusammensetzt: Dem Verkehr- oder Bewegungsraum für Fußgänger (so genannter Gehraum) und dem zugehörigen Sicherheitsraum des angrenzenden Verkehrsraums:

Baudezernent, Tiefbauamt, Landesgartenschau GmbH oder A24 müssen sich fragen lassen ob sie bei Gehwegen von 1,50 m Breite (incl. 30 cm Sicherheitsabstand)

  • eine hohe Verkehrssicherheit bieten,
  • subjektive Ängste gegen Bedrohung mindern,
  • umwegfreie Verbindungen schaffen,
  • leichtes Vorankommen mit hinreichender Bewegungsfreiheit ermöglichen,
  • Störungen durch andere Verkehrsteilnehmer minimieren

können?

Man kann nur schwer glauben, dass Begriffe Bewegungsfläche und Begegnungsfläche bei der Planung der 1,50 m – Gehwege eine Rolle gespielt haben könnten. Denn eigentlich gilt es doch, dass Gehwege so herzustellen sind, dass Personen mit Kleinkindern und Kinderwagen, alte Menschen mit einem Rollator und Behinderte (zum Beispiel Blinde und auch Rollstuhl Fahrer) sie zweckentsprechend und sicher benutzen und aufsuchen können.



Eigentlich... 

Mütter mit Kinderwagen – die nervigen Hindernisse?
06.04.2013
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